Zwei Welten, ein Ziel
Funk-Systeme rüsten nach, KNX baut auf: Beide steuern Licht, Heizung und Beschattung – aber mit völlig unterschiedlicher Substanz darunter.
Wo Funk-Systeme stark sind
Schneller Einstieg, geringe Anfangskosten, keine Bauarbeiten: Für die Mietwohnung oder den Testballon sind Funklösungen legitim. Die Grenzen: Batteriewechsel, Funkstörungen, Herstellerabhängigkeit – und die Frage, ob es die Cloud des Anbieters in zehn Jahren noch gibt.
Wo KNX seine Stärken ausspielt
Drahtgebunden, herstelleroffen (über 500 Anbieter), cloudunabhängig, seit Jahrzehnten etabliert: KNX ist die Wahl fürs eigene Haus und für alle, die in Jahrzehnten denken. Der Preis: Es braucht Planung und idealerweise den Neubau oder eine Sanierung.
Die Entscheidungshilfe
| Funk-System | KNX | |
|---|---|---|
| Wohnsituation | Auch zur Miete möglich | Eigentum – die Anlage bleibt im Haus |
| Gebäude | Bestand ohne Bauarbeiten | Neubau oder Kernsanierung ideal |
| Anfangskosten | Niedrig, wächst pro Gerät | Höher, dafür komplette Infrastruktur |
| Langlebigkeit | Abhängig von Batterien und App-Support | Seit Jahrzehnten etablierter Standard |
| Unabhängigkeit | Oft an Hersteller-Cloud gebunden | Herstelleroffen, läuft ohne Cloud |
Unser Rat aus der Praxis
Wer neu baut oder kernsaniert und im Eigentum wohnt, fährt mit KNX fast immer besser – die Mehrkosten relativieren sich über die Lebensdauer. Für alle anderen gibt es gute Funk-Lösungen, die wir ebenso ehrlich einordnen.